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SMX München 2014 Recap

Die SMX 2014 in München ist zwar vorbei, die Arbeit geht jedoch erst jetzt richtig los. Es waren zwei schöne, aber auch anstrengende, Tage im ICM, die uns mit einer Vielzahl von neuen Inspirationen, Perspektiven und Ideen zurück lassen. Grund genug, das Wirrwarr im Kopf etwas zu sortieren.

SMX 2014 – 1. Tag

Vortrag: Keynote von Rand Fishkin

Die neue Location im ICM tat der SMX in jeden Fall gut. Insbesondere konnte der große Hauptsaal mit seinem Ambiente und den gemütlichen „Kinosesseln“ auf voller Linie überzeugen. Los ging die Veranstaltung standesgemäß mit der Keynote von Rand Fishkin, dem wohl derzeit bekanntesten Vertreter der Branche.

Seine Präsentation war – wie immer – sehr unterhaltsam und gleichzeitig informativ. Hier sticht der Sympathieträger sicherlich fachlich und charismatisch heraus, was letztlich auch seinen internationalen Erfolg erklärt.

Rand Fishkin Keynote

Rand Fishkin bei der Keynote auf der SMX 2014 in München

Bestandsaufnahme: SEO in 2014

  • Es gibt immer mehr Vielfalt in den SERPs
  • „Kannibalisierung“ in den SERPs, da Google nun selbst als Antwortmaschine fungiert
  • Google+ ist einfach überall zu finden
  • Reduzierung von Transparenz unter dem Deckmantel von Datenschutz (Stichwort: „Not Provided“)
  • Content-Produktion wächst insgesamt stärker als Suchanfragen: die Masse an Content wird dadurch erdrückend, so dass es immer schwieriger wird „herauszustechen“
  • Vorsicht: Content Marketing darf nicht zu Advertising werden
  • Die Dominanz von Marken steigt weiter
  • Der On-Page Einfluss wächst
  • Hummingbird zielt auf die Nutzer-Intention ab
  • Daher: Auf die Intention und nicht auf Keywords optimieren
  • Seit 2012: „Spam is your problem, not Google’s anymore.”
  • Quora wurde als Informationsplattform empfohlen, da sich hier einige frühere Google-Mitarbeiter äußern
  • Insgesamt ist gerade eine „quiet revolution“ im SEO-Bereich in Gange, was sich u. a. an den veränderten Berufsbezeichnungen auf Xing/Linkedin nachvollziehen lässt

Zusammengefasst lässt sich also Folgendes konstatieren:

Google beantwortet immer mehr Suchanfragen direkt in den SERPs. Gleichzeitig gibt es – gerade im Bereich Content Marketing – einen steigenden Wettbewerb, der mit niedrigeren Suchanfragen und einer insgesamt wachsenden Komplexität der gesamten Materie einhergeht. Es wird also in keinen Fall einfacher! Doch was bleibt zu tun? „Brand-Building“ – das ist sicherlich ein Nenner, mit dem sich viele Aspekte zusammen fassen lassen.

Rand Fiskins Präsentation bei Slideshare: „The SEO Revolution will not be televised”

Ziel des nächsten Panels war dann eine Mobile SEO Session im deutlich kleineren Saal 2.

Vortrag: Mobile SEO – für Google wichtiger denn je, und für Sie?

Teil 1: Gero Wenderholm, Leiter SEO, Tchibo GmbH

 Allgemeine Tipps für Mobile SEO

  • Inhalte schaffen, die Nutzerbedürfnisse befriedigen
  • Diese sollten optimal verständlich und leicht bedienbar sein
  • Sharing-Potenzial voll ausnutzen
  • Mobile Nutzer sind eine andere Zielgruppe als Dekstop Nutzer (meist jünger, Technik-affin)
  • Wichtig: Beachten, dass die Suche in einem anderen Kontext stattfindet
  • Mobile vor allem als Kaufvorbereiter

 Zwischenfazit:

Eine Mobile Strategie ist notwendig.

Wie findet man eine Mobile SEO-Strategie?

Gero Wenderholm hat dieses Szenario sehr verständlich Schritt für Schritt durchgespielt:

1.) Nachfrage und Zielgruppe finden (Tipp: Bings Pendant zum Google Keyword Planer testen)

  • Welche Inhalte interessieren mobile Nutzer, wo steigen sie aus? (Google Webmaster Tools)
  • Welche Funktion hat Mobile für das Geschäftsmodell? Was sind die Ziele, die man Mobile realisieren möchte? An welcher Stelle der User-Journey tritt Mobile auf?

2.) Entwicklung einer nachfragegetriebenen Informationsarchitektur:

    • Welche Inhalte werden auf welchem Device konsumiert?
    • App vs. Mobile (was präsentiere ich wo?)
    • Tchibo-App: Filialfinder, Gutscheine, Stammkundentool
    • Soll etwas verkauft werden und/oder sollen Inhalte präsentiert werden?
    • Ist eine extra Tablet-App nötig? Ideal z. B. für ein Magazin zum Umblättern (Berücksichtigung: Tablet-Nutzer sind eine ältere Zielgruppe als Smartphone-Nutzer!)
    • Mobile für ROPO sehr gut geeignet
    • Mobile ist das verbindende Element zwischen den Kanälen (Filiale, Mobile, Desktop, Printkataloge)
    • Denn: Kunde muss nicht in seinem Medium bleiben, um einen Abschluss zu erzeugen
Kanalwechsel durch Mobile SEO unterstützen

Kanalwechsel durch Mobile SEO unterstützen

3.) Extra Tipps

  •  Schaffung eines Social-Logins
  • Social Sharing Möglichkeiten prominent platzieren
  • Geo-Targeting nutzen (Social-Local-Mobile); insbesondere, wenn man ein Filialnetzwerk hat
  • Produkt-Videos einsetzen (werden 3-mal so oft geschaut als auf der Desktop-Variante!)
  • „Next big thing“: Sprachsuche, Geräte ohne Tastatur
  • Daher: Inhalte in FAQ-Form schaffen, lexikalisch werden

Fazit: Ein verständlicher und praxisnaher Vortrag, der mir noch einmal einen guten Überblick zu Mobile-SEO gegeben hat und mit verdeutlicht hat, wie wichtig eine separate mobile Strategie ist.

Gero Wenderholms Präsentation zum Download findert Ihr hier.

 

Teil 2: Zineb Ait Bahajji, Webmaster Trends Analyst bei Google

Im zweiten Teil der Mobile Session gab es wichtige und hilfreiche Hinweise, die direkt aus dem Hause Google kamen: Zineb Ait Bahajji zeigte hierbei die wichtigsten Dinge, die Webmaster bei Ihrem mobilen Auftritt beachten sollten:

Wichtiger Hinweis vorab: Tablets werden bei Google als Desktop-Device eingestuft.

Technische Tipps: Mobile SEO – was rät Google?

1.) Oft gehört, wieder bestätigt: Google empfiehlt Responsive Webdesign (RWD).

 Vorteile des RWD:

  • 1 URL
  • 1 Content
  • 1 Webseite, die gecrawlt werden muss
  • keine Weiterleitungen

 Extra-Tipp: Unbedingt (!) JS- und Bilderfiles crawlen lassen!

 Nachteile des RWD:

  • Unter Umständen kann sich die Ladegeschwindigkeit reduzieren
  • Der Content kann evt. nicht so gut auf die speziellen Nutzerbedürfnissse zugeschnitten werden (wie etwa beim Dynamic Serving oder bei unterschiedlichen URLs)

2.) Die meisten Webseiten nutzen derzeit noch unterschiedliche URLs für die Desktop und die mobile Seite. Dies ist für Google auch in Ordnung, wenn wichtige technische Punkte beachtet werden:

  •  Korrektes Matching von Desktop und mobiler Seite anhand von Weiterleitungen
  • „Bidirectional Annotations“ (Mehr Details hier: https://developers.google.com/webmasters/smartphone-sites/details?hl=de)

Wie findet man die für sich passende Konfiguration?

  • Nutzerbedürfnisse sollten an erster Stelle stehen
  • Orientierung an der mobilen Strategie
  • Interne Leistungsfähigkeit (Budget, Personal)

 Was kann mobil noch optimiert werden?

  • Ladegeschwindigkeit (Tool: Pagespeed Insights)
  • Verbesserung des Nutzerlebnisses (z. B. Buttons mit 44 Pixeln)
  • Leicht zugängliche Kontaktinformationen, Karten für Filialen

Vermisst habe ich hier die Erwähnung von mobilen XML-Sitemaps.

 Worst practice – was sollte mobil vermieden werden?

  • Nicht abspielbare Videos (gern gesehen werden hingegen Video-Transkrips)
  • Häufigster Fehler: Smartphone Weiterleitung auf die mobile Startseite
  • Bedeutet auch: Jede Unterseite testen und Crawling-Fehler in den Google Webmaster Tools analysieren

 Was kommt als nächstes?

    • App Indexing (mehr dazu hier)
App Indexing

App Indexing

 

Vortrag: Large Scale SEO- Ehren Reilly, Director of Product, SEO, Glassdoor

Dieser Vortrag hat mir deutlich vor Augen geführt, dass es bei großen Webseiten von entscheidender Bedeutung ist, das Crawling gezielt zu steuern und nicht nach dem Motto „Je größer, desto besser“ zu verfahren.

DENN: „Overweight sites are food for panda.“

Die Konsequenz daraus ist, dass der Panda auf “Diät” gesetzt werden muss.

Lösungsansatz: Noindex, Follow auf Seiten mit „keinem Content“

Des Weiteren:

  • Wenn keine oder nur extrem wenige Nutzer eine Seite besuchen, dann sollte man diese a) entfernen oder b) einen Canonical setzen oder c) auf noindex setzen
  • Generell Seiten mit weniger als 3 Besuchern im Jahr entfernen (macht Sinn!)
  • Unbedingt auf die Relevanz achten: eine Seite pro Thema, hierbei ggf. Themengebiete zusammen legen

Fazit: Don’t try to be bigger, try to be more useful.

Large Scale SEO - Ehren Reilly

Large Scale SEO – Ehren Reilly

Der zweite Teil zum Thema “Large scale SEO” mit Jordan Koene, Head of Global Content für ebay, konnte mich hingegen nicht so stark fesseln, da mir hier wohl der Bezug zu meinem Alltagsgeschäft gefehlt hat. Koene sprach hierbei hauptsächlich über „Concept & Vertical Pages“, die er für ebay realisiert hat.

Er  erinnerte mich in seiner Art an Jack Black, was ich durchaus als Kompliment meine.

Jodan Koene

Jodan Koene auf der SMX

Die gesamte Präsentation gibt es bei Slideshare: „Enterprise SEO – no more tactics just strategy with execution“

Vortrag: Hummbinbird, Google Now und Knowledge Graph: Wie Google von der Suchmaschine zur wirklichen Antwortmaschine wird – Marcus Tandler

Marcus Tandlers Vortrag umfasste mehr als 400 Folien, durch die er die Zuhörer in knapp einer Stunde mit der gewohnten Entertainer-Qualität führte. Auch hier ging es um die weitreichenden Veränderungen in der Funktionalität der Suche. Als Ausgangsbasis gilt es hier zu verstehen, dass viele Suchbegriffe nicht nur eine, sondern mehrere Bedeutungen aufweisen können. Mithilfe der „Entity Search“ ist es hingegen möglich, verschiedene Aspekte mit einem Suchbegriff zu verknüpfen. Sowohl der „Knowledge Graph“ als auch die „Conversational Search“ sind Beispiele für die neue Art der Suche im semantischen Web.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen:

    • Weg von Keywords, hin zur Wissensvermittlung
    • Wofür steht eine Brand? Wichtig: Co-Occurence (Keyword in Relation zur Brand)
    • Phrase-Based Indexing
    • Letztlich: Daten sammeln, die einer Entität zugeordnet werden können
    • Suchanfragen im „wie mache ich…“, „was ist ist…“ Stil nehmen signifikant zu
    • Insgesamt werden immer mehr Verben (!) gesucht → „action“ (Verb-focused approach)
    • Hummingbird auch als Vorbereitung auf die Voice-Search
    • Contextual Search ist auf Personalisierung und Kontext angewiesen, jedoch erhöht sich mit steigender Personalisierung auch die selektive Wahrnehmung (filter bubble)
Marcus Tandler SMX 2014 München

Marcus Tandler SMX 2014 München

 Fazit:

    • SEO als kreatives Marketing
    • SEO nicht mehr als Search Engine Optimization, sondern als Site Experience Optimization

Marcus Tandlers eigenen Recap zur SMX 2014 in München gibt es hier zu lesen:
http://www.mediadonis.net/smx-munchen-2014-ftw/

Zum Abschluss des erstes Tages gab es ein bisschen Entertainment & Show in Form des „Webmasters on the Roof All-Star“ Panels, das mit Rand Fishkin, Marcus Tober, Karl Kratz und Jonas Weber hochkarätig besetzt war.

Webmasters on the Roof

Webmasters on the Roof

Hier habe auch ich mich im Sessel zurück gelehnt und mich insbesondere von den eingespielten Videos zum Thema „Kreative Marketingansätze“, die auch teilweise aus dem Publikum empfohlen wurden, unterhalten lassen. Dabei wurde u. a. das fast schon obligatorische „Supergeil“-Video aus dem Hause Edeka gezeigt, dem ich aber inzwischen schon überdrüssig bin. Viel mehr gefiel mir das von Rand Fishkin vorgeschlagene Video „Thanks Dan“, das (angeblich) seinen Cousin Daniel Muessig zeigt. Dieses „Marketing“-Video eines in Pittsburg angesiedelten Rechtsanwaltes ist mehr als sehenswert! Wer Saul aus „Breaking Bad“ kennt, wird hier definitiv seine Freude haben:

https://www.youtube.com/watch?v=5KfACTAOPa0

 

SMX 2014 – 2. Tag

Insgesamt betrachtet fande ich die Qualität der Vorträge am 1. Tag besser, dies kann aber auch daran liegen, dass unsere Köpfe (insbesondere am Nachmittag des 2. Tages) voll von Ideen und Informationen waren, die natürlich möglichst schnell ausprobiert werden möchten. Man merkte auch deutlich, dass am Ende schnell eine allgemeine Aufbruchstimmung herrschte. Wer also zukünftig nur einen Tag auf der SMX verbringen kann, empfehle ich daher den ersten Tag zu nutzen.

Dennoch möchte ich Euch hier natürlich einige Vorträge genauer vorstellen.

Gleich um 9.00 Uhr ging es für mich zu Karl Kratz:

Vortrag: Content Marketing – Deconstructing Karl Kratz oder was man sich von Erfolgsbeispielen abschauen sollte

Vorab muss ich sagen, dass ich eigentlich immer ein große Karl Kratz Fan war, da ich zu meinen Anfängen als SEO (2009/2010) sein E-Book über Landingpages regelrecht verschlungen habe und dies die Basis für mich war, um weiteres Wissen aufzubauen.

Als weitere allgemeine Beobachtung fiel mir außerdem auf, dass insgesamt auf der SMX eine sehr hohe Anzahl an Gästen aus dem E-Commerce Bereich zu finden waren (was ja auch Sinn macht) und sich dies ebenfalls in Form von Beispielen durch viele Vorträge zog. Ebenso war dies in Karl Kratz‘ Vortrag der Fall, in dem viel über „ein weißes T-Shirt mit V-Ausschnitt“ gesprochen wurde. Letztlich kann sein Ebenenmodell jedoch auf alle Arten von Produkten übertragen werden.

Es gilt also die Produktkategorie-Basis mit guten Inhalten zu füllen – aber was sind eigentlich „gute Inhalte“?

  • Intensivere Inhalte durch Beantwortung von Fragen (Tipp: Amazon-Rezensionen nutzen, um zu erfahren, was Nutzer wirklich bewegt)
  • Kontinuierliche Entwicklung eines Dokuments
  • Umgebung für ein Objekt ändert sich oftmals, wodurch ein aktueller Bezug entsteht (Inhalt-Lebenszyklus)
  • Fleißig Synonyme nutzen
  • Aufzählungslisten zeigen Google, dass sich jemand Arbeit gemacht hat
  • Erster Schritt: Emotionalisierung, zweiter Schritt: Design

Für mich als kleiner Kritikpunkt: Abwechslungsreiche Beispiele aus verschiedenen Branchen hätten mir noch besser gefallen, da es oftmals nicht leicht ist, die schöne Theorie in die Praxis umsetzen.

Fazit:

Dieser Vortrag sollte wirklich jedem verdeutlicht haben, dass „guter Content“ auch einfach verdammt viel Arbeit ist!

Vortrag: High Quality Linkbuilding mit Content Marketing – Wer bekommt eigentlich die Top-Links? – Marcus Tober, Searchmetrics und Markus Hövener, Bloofusion

Dieses 1-stündige Panel gehörte sicherlich zu den Highlights der diesjährigen SMX, da es von einer starken Praxisnähe geprägt war, die ich leider oftmals vermisse.

Bei der Durchsicht meiner Notizen fällt es mir schwer, hier einzelne Stichpunkte zu finden, da insbesondere Markus Hövener die Hörer Schritt für Schritt durch praktische Beispiele führte. Leider konnte ich die Präsentation online noch nicht finden.

Dennoch hier einige Stichpunkte (zunächst aus Marcus Tobers Vortrag, der glücklicherweise auf verschiedene Branchenbeispiele zurückgriff):

    • Einzige Währung im Netz sind immer noch Links
    • Evergreen Content (Was kann man schaffen, was immer aktuell ist?)
    • Tipps für Evergreen Content: „Word of the day“ von Reference.com oder auch der „Artikel des Tages“ bei Wikipedia
    • Tipp für z. B. Immobilienplattformen: In welche Regionen gibt es mehr/weniger Kriminalität, hierzu können Daten aus öffentlichen Behörden genutzt und aufbereitet werden
Marcus Tober

Marcus Tober auf der SMX 2014 in München

 Tipps von Markus Hövener:

    • Unbedingt in Zielgruppen denken: Wer interessiert sich für meine Produkte?
    • Minderheiten sind hierbei eine äußerst interessante Zielgruppe (Beispiel: Gay travel /DERTOUR)
    • Im Anschluss: Zielgruppenspezifische Inhalte verstärken
    • Eine beliebte Zielgruppe wäre z. B.: Kinder/Eltern
    • Aber: Wie findet man gute Themen? Ganz einfach: den Google Keyword Planner gezielt mit Suchbegriffen wie „für kinder“, „für eltern“, „mit kindern“ nutzen

Fazit:

Content Marketing zielgerichtet mit Linkbuilding verbindenden

 

Vortrag: Der richtige Content zur richtigen Zeit und das alles automatisiert? Geheimwaffe Curated Content – Aleyda Solis

In dieser Session, die von Aleyda Solis mit unheimlichen Elan und einer ansteckenden Begeisterung präsentiert wurde, ging es um ein Thema, das sicherlich zu den Top-Trends im Bereich Content Markierung gezählt werden kann: Curated Content.

Darunter versteht man, die Aggregation und Syndizierung bereits bestehender Inhalte. Man muss das Rad also nicht neu erfinden, sondern „nur“ Informationen von verschiedenen Quellen sammeln und diese auf neue Art und Weise präsentieren. Ein Beispiel hierfür wäre das Mashup.

Letztlich gibt es 5 Arten von „Content Curation“, die hier sehr gut beschrieben werden:

 http://www.rohitbhargava.com/2011/03/the-5-models-of-content-curation.html

Den Prozess, der hinter dem Erstellen von Curated Content steht, kann man sich wie folgt vorstellen:

1)      Content sammeln (Tool-Tipps: Buzzsumo, Tribalytics)

2)      Nachfrage analysieren

3)      Inhalte und Nachfrage abgleichen und filtern

Content Supply vs. Demand

Content Supply vs. Demand

4)      Überlegen, welche Art von Content entstehen soll

Vgl. hierzu „The Content Matrix“ (Quelle:http://www.smartinsights.com/wp-content/uploads/2012/05/content-matrix.jpg)

The Content Matrix

The Content Matrix

5)      Chancen identifizieren (Relevanz, Zielgruppen)

Wer näher in das Thema „Curated Content“ eintauchen möchte, findet hier Aleydis Solis‘ Präsentation: Getting content curation right

 

Vortrag: Informationsarchitektur und Interne Verlinkung – Bastian Grimm und Klaus Arent

Last but not least:

Bastian Grimm und Klaus Arent lieferten interessante Anregungen zu dem äußerst wichtigen und oftmals sträflich vernachlässigten Thema „interne Verlinkung“.

Folgendes sollte auf jeder Webseite überprüft werden:

1) Hierarchie & Priorisierung

  •  Max 3-4 Klicks zum tiefsten Level
  • Priorität nach Suchvolumen (Abbildung in der internen Verlinkung)
  • Tool-Tipp: Deepcrawl (ermöglicht Visualisierung für interne Linkgewichtung)

2) Intelligente Verlinkung

  • On-Site Breadcrumbs in SERPs
  • Den bestmöglichen Anchortext nutzen
  • Kontextuelle Bezüge („Kunden, die x  kauften, kauften auch  y“)
  • Schwellen-Keywords durch interne Links pushen
  • Interne Linkplanung (Was sind Verteilerseiten und was sind Destinationen?)

3) Crawler Steuerung

  • Mithilfe von Screaming Frog: Redirect Ketten eliminieren
  • Canonical-Tag nur bei nahezu gleichen Inhalten, z. B. Sortierung, http/https, sonst wird dies ignoriert; 301-Weiterleitung spart Crawling-Budget
  • Weitere Tool-Tipps: Linkparser, Linkclump

Die gesamte Präsentation kann hier abrufen werden:

http://de.slideshare.net/bastiangrimm/informationsarchitektur-verlinkung-smx-mnchen-2014

Im Anschluss an Bastian Grimm zeigte Klaus Arent praktische Beispiele (vorwiegend aus dem E-Commerce) für gute & innovative interne Verlinkungskonzepte (z. B. wie eine dynamische interne Verlinkung im Footer aussehen kann).

Klaus Arent

Klaus Arent

 

Wir hoffen, dass Euch unser ausführlicher Recap gefallen hat und sind gespannt, Eure Eindrücke & Gedanken zu hören.

Und…wie man so schön sagt: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – in diesem Sinne: bis zur nächsten SMX 2015!

Weitere Recaps:

http://www.internetkapitaene.de/2014/03/28/bloofusion-auf-der-smx-muenchen-die-seasem-seite/

http://www.search-one.de/smx-muenchen-2014-recap/

http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/konferenzen/1981.php

http://www.seokratie.de/smx-recap-und-seo-szene-quo-vadis/

http://www.akm3.de/blog/akm3-auf-der-smx-muenchen-2014

http://www.guymax.de/smx-2014-in-muenchen-recap/

http://nblogs.de/recap-zur-smx-2014-muenchen-es-war-der-hammer-3326/

http://www.webmarketingblog.at/2014/03/27/smx-2014-recap/

2 Responses to SMX München 2014 Recap

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