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SEO in 5 Phasen bei Launch und Relaunch

Es ist einer der größten Fehler, den man beim Launch eines neuen Projektes/Startups oder beim Relaunch eines Webprojektes jeder Größe machen kann: SEO außer acht zu lassen.
Dennoch passiert dies immer noch sehr häufig. Die Folge sind für Startups teuere und zeitintensive Nacharbeiten an der schon gelaunchten Website, was einen erheblichen Mehraufwand bedeutet. Webseiten mit hoher Sichtbarkeit und viel conversionstarken Traffic brechen nach einem Relaunch häufig in diesen KPIs ein.
Viele Projekte benötigen den wertvollen, nachhaltig verfügbaren Traffic aus den organischen Suchergebnissen, um langfristig erfolgreich zu sein.

Gründe für das Vernachlässigen von SEO beim Launch/Relanuch:seo-relaunch

  • Fokus auf schnellen/kurzfristigen Erfolg
  • Anfangs erhöhter Aufwand ohne sofortigen Ertrag
  • Fehlende Expertise im Bereich SEO
  • Unwissenheit

SEO in allen Entwicklungsstufen

Das Thema SEO sollte von Anfang an im Projekt schon aktiv mit einbezogen und ein hoher Stellenwert zugerechnet werden.

Wir haben den Launch/Relanuch-Prozess in 5 Phasen unterteilt, in denen SEO einbezogen werden sollte.

  1. Struktur und Content-Planung
  2. CMS
  3. Designphase
  4. technische Umsetzung
  5. Go-Live Phase

Struktur und Content-Planung

Bereits die Definition der Sitemap bzw. die Festlegung der Content-Struktur ist ein enorm wichtiges Thema für SEO. Hier geht es bereits darum, das Thema der Gesamt-Webseite sowie den Granularitätsgrad der einzelnen Themencluster, die aufgegriffen werden sollen, auf Basis einer hinreichendenden Keyword-Recherche festzulegen. Es können so wichtige spätere Landingpages schon jetzt definiert werden. flowchart
Hier sollte darauf geachtet werden, dass alle Keyword-Cluster mit einer entsprechenden Landingpage auf der richtigen Hierarchieebene bedient werden und entsprechende Themenwelten geschaffen werden. Es sollte auch beispielsweise vermieden werden, dass das gleiche Thema gleich mehrfach durch ähnlichen Content in unterschiedlichen Bereichen bedient wird und so eine interne Konkurrenzsituation geschaffen wird.
Ist die Sitemap einmal festgelegt, sollte auch gleich mit der Definition der URL-Struktur begonnen werden.
In dieser Phase sollte man sich auch bereits Gedanken um die spätere Content-Marketing-Strategie machen (z.B. ist ein Blog nötig oder erwünscht, gibt es Bereiche für FAQs, Community-Funktionen, Social Media-Einbindungen, Bildergalerien usw.)

CMS

Die Auswahl eines (Web-) Content Management Systems (CMS) hängt von einer ganzen Reihe von Aspekten und dem Funktionsbedarf der Webseite ab. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das CMS schon in der Basisversion entsprechende SEO-Modifikationsmöglichkeiten mitbringt oder es sich aber durch Installieren von Plugins bzw. Add ons erweitern lässt. Gängige CMS bringen heute in der Regel schon die wichtigsten SEO-Funktionalitäten mit. Dennoch sollte vor Auswahl eines CMS immer recherchiert werden, wie es sich beim Thema SEO verhält.

Designphase

Usablity und User Experience einer Webseite ist ein häufig unterschätzter Ranking-Faktor später im Konkurrenzkampf bei Google. KPIs wie Verweildauer, Absprungraten, Konversionsrate oder Wiederbesuchsraten liegen Google spätestens bei Einsatz von Google Webmaster Tools oder Google Analytics vor. Warum sollten diese also nicht auch Einfluss auf das Ranking haben? seo-wireframes
In der Designphase sollte SEO-Exportise also auch in die Erstellung der ersten Wireframes und Designvorlagen einfließen. Beispielsweise ist darauf zu achten, dass genügend themenrelevante Textinhalte vorhanden sind und die Seiten mit Überschriften strukturiert ist.

Technische Umsetzung

Bei der anschließenden technischen Umsetzung der Webseite sind zahlreiche SEO-relevante Punkte zu beachten. Beispielsweise bei der Einstellung des CMS-Backends, der Quelltext-Optimierung der Templates, Indexierungs-Konfigurationen und der Serverkonfiguration.
Dieser Bereich erfordert teilweise hohes technisches Verständnis und sollte in enger Abstimmung zusammen mit der Webprogrammierung kontinuierlich begleitet werden. In vielen Fällen empfiehlt sich ein Ticket-System, in das SEO-relevante Eingaben gemacht werden können.

Go-Live-Phase

Steht die Webseite schließlich kurz vor dem Live-Gang, gibt es eine Reihe aus SEO-Sicht einiges zu beachten. Ändern sich bei einem Relaunch URLs, so müssen z.B. entsprechende themenrelevante Weiterleitungen eingerichtet werden, die Indexierung muss sichergestellt werden und die XML-Sitemap erzeugt werden. Nachdem sie Seite dann live ist, gilt es ausgiebig zu testen. Dies ist enorm wichtig, da ein kleiner Fehler wie ein vergessenes „noindex“ schon großen Schaden anrichten könnte.
Zuletzt steht die Anmeldung und Validierung von Tools wie den Google Webmaster Tools oder Analyse-Tools an, um sowohl SEO-Fehler wie auch die Entwicklung in Zukunft registrieren zu können.

Habt Ihr schon einmal entsprechende negative oder positive Erfahrungen bei einem Relanuch/Launch einer Webseite sammeln können? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!