By



Texte auf Lesbarkeit analysieren – mit kostenlosem Tool

Viele SEOs und Content Marketing-Verantwortliche veröffentlichen regelmäßig Texte. In der Regel sind dieses Texte gut recherchiert und liefern Mehrwert für die Zielgruppe. Die Qualität des Inhalts normalerweise sehr gut.

Was aber oftmals zu wenig beachtet wird: Die Lesbarkeit des Textes.

Passen die gewählten Formulierungen/Tonalität/Formatierung

  1. zur anvisierten Zielgruppe?
  2. zum Gesamtkonzept und Anspruch der veröffentlichenden Webseite?

 

Beispiel: 

Ein Text, in dem ein neues PC-Spiel vorgestellt wird, sollte mit der entsprechenden Wortwahl formuliert werden. Hier wäre ein hoch-wissenschaftlich formulierter Text zwar inhaltlich korrekt, würde die Informationen liefern und Mehrwert bieten – aber eben auf einer falschen Ebene.

 

Wie wird die Lesbarkeit beeinflusst?

  • Formatierungen innerhalb des Textes (semantisch sinnvolle Absätze, Überschriften, Auszeichnungen, Einschübe)
  • Wortwahl (Fremdworte, Jugend-Slang, Fachbegriffe)
  • Satzbau (Kurze, lange, Schachtelsätze)
  • Rechtschreibung (korrekte Rechtschreibung und Grammatik)
  • Verständlichkeit (keine zu komplizierten Formulierungen)

 

Wie kann das Niveau eines Textes bestimmt werden?

Ausgehend von der Zielgruppe, für die der Text veröffentlicht wird, sollte das erforderliche Text-Niveau vorher festgelegt werden.

Dazu zählen z. B. die Wortlänge, Satzbau und die Anzahl der Silben. Auch Passivsätze, Modalverben und Füllwörter beeinflussen die Bewertung.

Einen Text kann man so sinnvollerweise in folgende Kategorien einteilen:

Lesbarkeitsindex Niveau Texttyp
0-20 Sehr anspruchsvoll (Akademisch) AGBs, Doktorarbeiten, Gesetzestexte
21-40 Schwer (Abitur) Fachtexte, Feuilleton
41-60 Durchschnittlich (Berufsschule) Belletristik, Zeitung
61-80 Leicht Verständlich (Haupt- und Realschule) Anleitungen, Boulevard-Medien, Werbetexte
81-100 Sehr leicht (11-jährige Schüller) Comics, einfache Slogans

Quelle: textanalyse-tool.de

 

Kostenloses Tool zur Bestimmung des „Lesbarkeitsindex“:

Um einen vorhandenen, noch nicht veröffentlichten Text schnell auf Lesbarkeit überprüfen zu können, kann ein kostenloses Online-Tool genutzt werden.

Natürlich ersetzt dies nicht ein professionelles Korrekturlesen, hilft aber in großem Maße bei der Einschätzung der Lesbarkeit bei der adressierten Zielgruppe.

 

Im Test: http://www.textanalyse-tool.de/ (Kostenloses Tool)

Hier haben wir für das Keyword „schuhe“ den (sehr langen) SEO-Text auf der Startseite von zalando.de getestet:

textanalyse-beispiel

Beispiel-Ergebnis aus http://www.textanalyse-tool.de/

 

Der Text scheint für die Zielgruppe laut Tabelle oben gut geeignet. Er ist laut dem berechneten Lesbarkeitsindex „LESIX“ von 67 von 100 Punkten „leicht verständlich“ für „Haupt- und Realschule“. Genau die Zielgruppe also getroffen.

Die einzig negativen Punkte sind, wie bei solchen Texten, die rein auf Länge und Keyword-Dichte ausgelegt sind, zu viele Füllwörter und Modalverben. Außerdem ist der Text wohl zu unpersönlich formuliert.

Besonders sinnvoll halten wir folgende Analyse-Punkte des Tools:

  • Satzlänge
  • Wortlänge
  • Phrasen
  • Füllwörter
  • Wenn-Dann-Sätze

 

Fazit:

Nach diesem Test und weiteren Textanalysen hat das Tool sinnvolle und nachvollziehbare Ergebnisse geliefert. Die Handlungs-Vorschläge und die Einschätzung des Tools zur Lesbarkeit sind sehr sinnvoll für Content Marketers, Werbetexter und SEOs. Zudem liefert das Textanalyse-Tool interessante Tipps und Tricks („howtos“) zu „Funktionen eines Textes“, „Grundlage Produkttexte“ uvm.

=> Das Tool ist eine sinnvolle Ergänzung beim Texten, das man sich unbedingt bookmarken sollte.

Das Tool ist kostenlos nutzbar unter: http://www.textanalyse-tool.de/